»Wir bieten Know How zum Thema Infrarot  »

 

 

Besondere Merkmale aus Technischer Sicht zur Anwendung: Solarium/Full Box

 

-Durch Einsetzen und Optimieren von hochwertigen Materialien, erreichen wir mit einer geringen Leistung eine sehr hohe Effektifität, bei einer zulässigen max. Oberflächentemperatur von ca. 100 Grad C.

 -Gleichmäßiges Hotspotfreies Wärmebild (siehe auch Prüfprotokoll Uni).

 -Optimierter Strahlungswirkungsgrad (IR-C Bereich) und Aufheizzeit (siehe auch Prüfprotokoll Uni).

 -Kein Wärmeverlust. Durch die direkte Erwärmung von festen Körpern, wird die Wärme durch Luftbewegungen kaum beeinflusst. Geräte mit herkömmlicher Technik erwärmen die Luft, welche sich im Außenbereich meist verflüchtigt. Bei der HP02-Technik entsteht nur eine sehr geringe Konvektionswärme .

 -Wenig Energieaufwand durch eine direkte Einstrahlung.

 -Keine Wartung, die Infrarotstrahler HP-Serie ist völlig wartungsfrei. 

 -Keine Luftzüge und keine Staubaufwirbelungen. Es entstehen kaum Luftzüge oder Zugerscheinungen, keine trockene Luft und keine Staubaufwirbelungen. Aus diesem Grund ist die Infrarotheizung auch besonders gut für Allergiker geeignet.

 -Keine Betriebsgeräusche durch Ventilatoren, Gebläse oder andere Bauteile.

-EMC/EMV Prüfung/Zertifikat. Prüfung der Fähigkeit einer elektrischen Einrichtung, in ihrer elektromagnetischen Umgebung zufriedenstellend zu funktionieren, ohne diese Umgebung, zu der auch andere Einrichtungen, Menschen, Tiere und Plflanzen gehören, unzulässig zu beeinflussen.

 

 

Thermotherapie

Die Thermotherapie gehört zu den physikalischen Therapieformen.
Wärmeanwendungen gegen Muskelverspannungen und -schmerzen sind schon seit Jahrhunderten bekannt. Aus der Römerzeit stammt das Tepidarium, ein Raum, dessen Wände und Böden durch heiße Rauchgase aufgeheizt werden. Die Griechen nutzten warme Räume für die Vorbereitung der Athleten auf die olympischen Spiele (RUKU 2005).
Für eine Wärmetherapie bei Pferden mit Rückenbeschwerden gibt es das Solarium, das Thermium und die Sauna. Daneben können auch warme Umschläge gewisse Effekte erzielen. Da in dieser Arbeit ein Thermium genutzt wird, soll hier auf die Wirkungsweise der Infrarot- Stahlungstherapie eingegangen werden.
Als Infrarot- (IR-) oder Wärmestrahlen werden elektromagnetische Felder und Wellen bezeichnet, deren Photonenenergie weniger als 1,59 eV beträgt und deren Wellenlänge

zwischen 780 nm und 1000 μm liegen.
Entdeckt wurde die IR-Strahlung im Jahre 1801 durch den Physiker und Astronomen Friedrich Wilhelm Herschel. Dieser hatte in einem ansonsten abgedunkelten Raum einen Sonnenstrahl mittels Prisma zerlegt, so dass das Regenbogenspektrum auf die Tischplatte fiel. Danach maß er die Temperatur der verschiedenfarbigen Lichtstrahlen. Im Bereich von 780 nm bis 1000 μm (Infrarot) war die Temperaturerhöhung wesentlich stärker als im Bereich zwischen Rot und Violett (MEFFERT und PIAZENA 2002).
In Analogie zur Unterteilung der Ultraviolett-Strahlung werden die spektralen Teilbereiche IR-A = 0,78- 1,4μm (auch: „kurzwellige“ oder „nahe IR-Strahlung“, NIR), IR-B = 1,4-3,0μm (auch: „mittlere IR-Strahlung“) sowie IR-C = 3,0-1000μm (auch: „langwellige“ oder „ferne“ IR-Strahlung, FIR) unterschieden (RICHTER und SCHMIDT 2002).
Die Wirkungen der IR-Strahlung auf den Körper hängen von der Wellenlänge, der Menge und der Häufigkeit der Anwendung ab (MEFFERT und PIAZENA 2002). Während langwellige Infrarot-Strahlung bereits in den obersten Hautschichten nahezu vollständig absorbiert wird, können IR-A und IR-B Strahlen tiefer eindringen (RICHTER und SCHMIDT 2002). Zielstrukturen der IR-Strahlung sind in diesem Wellenlängenbereich absorbierende Verbindungen (so genannte Chromophore), vor allem Wasser und eine Vielzahl organisch- chemischer Verbindungen. Wegen der geringen Quantenenergie kann IR-Strahlung nur erwärmen, nicht aber chemisch modifizieren. Das gilt selbst für sehr hohe Energiedichten, wie sie mittels Laser realisiert werden können (MEFFERT und PIAZENA 2002).
Bei einer Eindringtiefe von maximal 0,5 mm wird Infrarot-C-Strahlung zu fast 80% in der nur 0,1-0,2 mm dünnen Epidermis absorbiert, und 20% der Strahlung erreichen die oberste Schicht der Dermis, das Stratum papillare, bis etwa 0,5 mm Tiefe. Bis dorthin erstrecken sich jedoch auch die freien Nervenendigungen zur Wahrnehmung von Wärme wie auch die kleinsten Endgefäße des Mikrozirkulationssystems der Haut. Die absorbierte Wärme wird also direkt wahrgenommen, das Thermoregulationssystem wird sofort aktiviert, und über das fließende Blut gelangt die Wärme auf konvektivem Weg weiter ins Körperinnere (RICHTER et al. 2000; RICHTER und SCHMIDT 2000, 2002 a).
Infrarot-Strahlung regt die Eigenschwingung von Molekülen an. Dadurch entsteht in den Geweben ein höheres Energieniveau mit den entsprechenden physiologischen Wirkungen wie z.B. Mehrdurchblutung, Muskelentspannung, Entzündungshemmung und Schmerzlinderung. Die Anregung von Enzymen führt zusätzlich zu einer Stoffwechselaktivierung (DICKREITER 2001). Durch die Wärmestrahlung kommt es zu einer reflektorischen Detonisierung und damit Entspannung der Muskulatur, um die zusätzliche Eigenproduktion von Stoffwechselwärme zu reduzieren. Der Mechanismus der Schmerzlinderung und Entzündungshemmung ist noch nicht vollständig geklärt, wahrscheinlich beruht er auf dem schnelleren Abtransport von Bradykinin, Histamin und Prostaglandinen durch die erhöhte Durchblutung und den vermehrten Lymphabfluss. (DICKREITER 2001).

Des Weiteren ist eine IR-Ganzkörperbestrahlung in der Lage, trainingsartig günstige und bei serieller Exposition nachhaltige Effekte auf das Herz-/Kreislaufsystem auszuüben, die denen sportlicher Aktivität ähneln. Dazu gehören die Senkung des systolischen und des diastolischen Blutdruckes während der Bestrahlung durch Weitstellung der präkapillaren Gefäße (MEFFERT und PIAZENA 2001), der Anstieg der Herzfrequenz und des Herzminutenvolumens (BRASCH et al. 1989, LINDNER und BRINKHAUS 2000, MEFFERT und PIAZENA 2001, FRANZ et al. 2002), sowie die Verbesserung der peripheren Hämodynamik (BÄUMLER 1990).

Obige Angaben beziehen sich auf den Menschen. Für das Pferd gibt es noch keine entsprechenden Untersuchungen.
Im Gegensatz zur Sauna, wo Wärme hauptsächlich konduktiv, also mittels heißer Luft übertragen wird, erfolgt die Wärmeübertragung in einer Infrarotkabine induktiv über elektromagnetische Wellen (KURZ 2002, RICHTER und SCHMIDT, 2002a). Dadurch kann die Lufttemperatur in Infrarotkabinen wesentlich niedriger gehalten werden, und der Kreislauf wird weniger belastet (RICHTER und SCHMIDT 2002a).

In einer Untersuchung von KÜHN (2005) konnte gezeigt werden, dass es im Thermium zu einer gleichmäßigen, schonenden Erwärmung des gesamten Pferdes kommt, während unter dem Solarium nur der Rücken massiv erwärmt wird. Bereits auf halber Höhe des Rumpfes kommt es nur noch zu einer geringen Erwärmung. Schon kurz nach dem Solariumaufenthalt ist die Temperaturverteilung wieder ähnlich der Ausgangssituation, nach dem Thermiumaufenthalt bleibt die Erwärmung länger erhalten. Die Ursache dafür ist vermutlich darin zu sehen, dass der Körper bei schonender Erwärmung weniger stark gegen reguliert und somit der Wärmetransport weniger forciert wird (KÜHN 2005).